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Pauline Schultz setzt auf Teamgeist – für den ersten Heimsieg?

Am Sonntag erwartet Schlusslicht TG Bad Soden den MTV Stuttgart II.

img_1856Nur ein Sieg aus den ersten acht Saisonspielen ist eine magere Bilanz. Am vergangenen Wochenende zog die Mannschaft von Trainer Stefan Bräuer auch noch im Kellerduell gegen den seitherigen Tabellenletzten den Kürzeren und übernahm vom Gegner die rote Laterne. Oft spielten die Bad Sodenerinnen in dieser Saison gut mit, lagen in zahlreichen Sätzen schon aussichtsreich in Führung – und standen am Ende doch mit leeren Händen da. Gegen den MTV Stuttgart II soll am Sonntag (16 Uhr, Otfried-Preußler-Halle) nun endlich der erste Heimsieg eingefahren werden. Denn eines steht fest: Der Grundstock zum Ziel Klassenverbleib wird in den Heimspielen gelegt. In den vier bisherigen Heimspielen konnte Bad Soden aber bislang erst zwei Sätze für sich entscheiden.

Die Niederlage gegen München ist bei den Spielerinnen der TG Bad Soden kein Thema mehr. „Wir haben im Training darüber gesprochen und beschlossen, das Spiel abzuhaken. Ab jetzt können wir nur noch gewinnen“, sagt Pauline Schultz. Die 19-Jährige Abiturientin aus Rodheim ist seit mehr als drei Jahren für Bad Soden aktiv und nimmt als Zuspielerin eine entscheidende Rolle ein. Pauline Schultz sieht reichlich Potenzial in ihrem Team, doch sie weiß auch, woran es derzeit hapert: „Wir denken zu viel nach und kriegen den Kopf nicht frei. Wir machen uns zu viel Druck und dadurch dann zu viele Eigenfehler.“ Gerade in den entscheidenden Phasen gegen Ende eines Satzes müsse die Mannschaft zielstrebiger agieren. „Das ist reine Kopfsache“, ist sich Schultz sicher. Die Zuspielerin weiter: „Teilweise haben wir Angst vor der eigenen Courage.“

Nach dem Umbruch vor dieser Saison müsse sich das Team noch immer finden. Pauline Schultz hofft, dass sich die Rückkehr der erfahrenen Jessica Gutermann schon am Sonntag gegen Stuttgart bemerkbar macht. „Sie ist auf und neben dem Platz enorm wichtig“, meint Schultz. Ansonsten erwartet sie, dass „wir versuchen mit Emotionen und Körpersprache das Team voranzubringen“.

Gegen den MTV Stuttgart II möchte Pauline Schultz mit ihrer Mannschaft „unser bestmöglichstes Spiel zeigen“. Der Gegner sei zwar „eine gute Mannschaft“, doch die Zuspielerin sieht ihr Team trotz des Absturzes auf den letzten Platz nicht chancenlos: „Über den Teamgeist müssen wir den Schalter umlegen und den Gegner unter Druck setzen. Alles ist offen.“ Ein Heimsieg gegen Stuttgart wäre ein echtes Ausrufezeichen im Kampf um den Ligaverbleib. Pauline Schultz wäre aber auch schon mit einem Punktgewinn zufrieden. „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“, lautet ihre Devise. Und auch ein Pünktchen gegen Tabellenachten wäre – in der momentanen Situation – wohl schon als Erfolgserlebnis zu werten.