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Freude über den ersten Heimsieg

Entfesselte Freude bei der TG Bad Soden nach dem Heimspiel am Sonntag. Der letzte Aufschlag der Gäste aus Dresden geht knapp ins Aus. Die gesamte Mannschaft und das Trainerteam stürmen auf das Feld und versammeln sich im hüpfenden Freudeskreis. War dieses Spiel doch so wichtig. Mit dem Rücken zur Wand waren die Sodenerinnen in das Spiel gestartet. Da der Tabellennachbar aus München am Vortag patzte, würde ein Sieg gegen die jungen Talente aus Dresden die Kurstädterinnen vom letzten Tabellenplatz wegbringen. Bisher konnten die Taunusstädterinnen ihren einzigen Saisonsieg gegen eben jenes Team einfahren. Das sollte heute wiederholt werden.

Mit Hinrichsen, Stricker, Vanjak, Osterloh, Muschter, Weber und Meusel startete die Heimmannschaft in das Spiel. Konzentriert, mit Kampfgeist und mit cleveren Lösungen in schwierigen Situationen konnten die Gastgeber den Ton angeben und mit 25:18 den ersten Satz solide für sich entscheiden.

Doch das gesamte Spiel über zeigten die Dresdnerinnen die Charakteristiken, die man von talentierten Nachwuchsspielerinnen kennt. Zwar gab es immer wieder Eigenfehler und Abspracheprobleme, doch immer wieder schlugen harte Angriffe auf Sodener Seite ein und in der Abwehr wurden Bälle erst aufgegeben, wenn sie den Boden berührten. So bewiesen die Gäste im zweiten Satz eindrucksvoll, dass sie eine Chance eiskalt nutzen, wenn sie ihnen gegeben wird. Bad Soden lag bis zum letzten Drittel des Satzes immer vorne, doch dann arbeitete sich der VCO Punkt um Punkt mit druckvollen Aufschlägen heran und schließlich vorbei und gewann im Endspurt mit 25:21.

Doch von hängenden Schultern war auf Bad Sodens Seite nicht lange etwas zu sehen. Im Gegenteil. Mit einer Aufschlagserie von Ana Vanjak sicherten sich die Gastgeber direkt eine 8:1- Führung. Dresden schien verunsichert und platzierte viele der Angriffschancen im Aus. Viel wollte ihnen in diesem Satz nicht mehr gelingen, der mit 25:13 in Bad Soden blieb.

Bis Mitte des letzten Satzes hatte Bad Soden immer die Nase vorne, doch dann legten die Gäste noch einmal eine Aufholjagt hin. Im Endkampf jedoch konzentrierte sich Bad Soden wieder, fand gute Lösungen, behielt die Nerven und überholte Dresden wieder. Mit einem Aufschlagfehler der Gäste zum 25:23 waren schließlich das 3:1 und 3 Punkte in der Tabelle gesichert und Erleichterung und Freude überall zu spüren. Als beste Spielerin wurde Marlen Muschter ausgezeichnet.

Für Bad Soden stehen nun noch zwei Auswärtsspiele bei Vilsbiburg II (25.03.17) und Offenburg (22.04.17) an. Das Team bedankt sich für die Unterstützung des Vereins und der Fans bei den Heimspielen und verabschiedet sich aus heimischer Halle bis zur nächsten Saison.