Damen 1 – Bad Soden empfängt Engelsdorf im letzten Spiel des Jahres

Die Volleyballerinnen der TG Bad Soden erwarten im letzten Spiel des Jahres am Sonntag den Vorletzten Dinter-Volleys Engelsdorf. Torsten Spiller traut seinem Team einen weiteren Heimsieg zu.

16 Punkte aus der Vorrunde sind eine ordentliche Bilanz. Die TG Bad Soden rangiert nach der Hinrunde auf dem guten siebten Platz und hat den Grundstein zum Klassenverbleib gelegt. Aufgrund der späten Trainerverpflichtung, einiger personeller Engpässe und sonstiger Umstände ist die Bilanz sogar noch höher zu bewerten. Auch das Fazit von Trainer Torsten Spiller fällt dementsprechend positiv aus: „Ja, ich bin zufrieden. Unter diesen Voraussetzungen, mit den wir gestartet sind, ist es gut.“ Restlos zufrieden ist der zu Saisonbeginn aus Bad Homburg verpflichtete Trainer aber natürlich nicht. Es gäbe immer wieder Dinge die man verbessern könnte – und auch der ein oder Punkt mehr wäre sicher möglich gewesen.

Steffi Lehmann und Julia Osterloh wollen 3 Punkte holen
Steffi Lehmann und Julia Osterloh wollen 3 Punkte holen

Die TG Bad Soden hat sich mit den 16 Punkten im Mittelfeld der Tabelle eingenistet. Fünf Siegen stehen sieben Niederlagen gegenüber. Gerade zu Hause liefert das Team den Zuschauern regelmäßig ein Spektakel. In fünf von sechs Heimspielen ging es über fünf Sätze, so auch am vergangenen Wochenende gegen den Tabellendritten SV Lohhof, gegen den man eine von drei Heimniederlagen im Tiebreak hinnehmen musste. Immerhin verbuchten die Bad Sodenerinnen dafür jeweils einen Punkt auf der Habenseite. Der ein oder andere Favorit kam in der neuen Otfried-Preußler-Halle schon ins Straucheln.

Genauso spät wie die Trainerverpflichtung kristallisierte sich die neue Mannschaft für die neue Spielzeit heraus. Zuspielerin Oliwia Oleaszewska kam erst im Laufe der Vorbereitung, noch später kehrte Pauline Schultz – ebenfalls Zuspielerin – von ihrem Intermezzo in Österreich zurück. Als Glücksgriff erwies sich zudem die Verpflichtung der ehemaligen Wiesbadener Erstligaspielerin Julia Osterloh, die dem Team zusätzliche Qualität verleiht. Schwer wiegt bis heute der Abgang von Libero Jessica Gutermann. Neuzugang Viktoria Graf sollte diese Lücke schließen, fehlte aber oft verletzungsbedingt. Da war Trainer Torsten Spiller froh, dass die routinierte Alexandra Cebulla zumeist in die Bresche sprang. „Wir hatten immer wieder Leute, die bei uns eine Lücke gefüllt haben“, sagt Spiller rückblickend.

Am Sonntag (16 Uhr) gegen die Dinter-Volleys aus Engelsdorf hofft der Bad Sodener Trainer auf einen erfolgreichen Abschluss der bislang ereignisreichen Saison. Mit einem weiteren Heimsieg könnte das Team „mit einem guten Gefühl in die Winterpause gehen“. Engelsdorf ist mit elf Zählern derzeit Vorletzter. Mit einem „Dreier“ könnte Bad Soden einen großen Schritt in Richtung Klassenverbleib machen. „Ich glaube schon, dass wir das Spiel gewinnen können. Wir müssen versuchen, die Energie vom letzten Spiel mitzunehmen“, ist Spiller optimistisch. Fraglich ist noch der Einsatz von Marlen Muschter, die gegen Lohhof umknickte. Auch Vertreterin Anna Kunstmann ist angeschlagen. Der Anreiz, das Jahr mit satten 19 Punkten zu beenden, dürfte allerdings groß sein. Die TG Bad Soden möchte zum Jahresabschluss noch einmal alle Kräfte bündeln, um sich im Kampf um den Ligaverbleib ein gutes Polster zu schaffen.