Damen 1 – Bad Soden kehrt mit leeren Händen zurück

Vom Doppelspieltag gegen Erfurt und Dresden hatte sich die Volleyballerinnen der TG Bad Soden sich mehr erhofft: Leider konnte das Team keinen Punkt nach Hause bringen. Der knappen 1:3 (25:23, 21:25, 23:25, 25:27) Niederlage in Erfurt folgte ein 0:3 (19:25, 13:25, 12:25) in Dresden.

Anneke Thiede und Co zeigten gegen Erfurt eine starke Leistung, fuhren am Ende aber mit leeren Händen nach Hause.[Foto: Hahn]
Anneke Thiede und Co zeigten gegen Erfurt eine starke Leistung, fuhren am Ende aber mit leeren Händen nach Hause.[Foto: Hahn]
In Erfurt traf die TG Bad Soden am Samstagabend auf einen Gegner auf Augenhöhe. Das Spiel verlief um einiges ausgeglichener als beim ersten Aufeinandertreffen der Mannschaften im Pokal vor zwei Wochen, als die TG sich nach einem sehr starken ersten Satz den platzierten Bällen der Gastgeberinnen geschlagen geben musste. Auch diesmal setzte sich Bad Soden gleich zu Anfang des Spiels durch eine erfolgreiche Aufschlagserie von Anneke Thiede ab. Die Annahme und Abwehr rund um Libera Catalin Richter wurde immer sicherer und konnte auch die kurzen Bälle Erfurts parieren. Zwar schlichen sich immer wieder auch unnötige Eigenfehler ein, doch war der Vorsprung groß genug, um den ersten Durchgang 25:23 zu gewinnen. Eng ging es weiter: Im zweiten Satz erarbeiteten sich erst die Gastgeberinnen einen deutlichen Vorsprung, doch ab Mitte des Satzes schalteten die Kurstädterinnen wieder ein, zwei Gänge höher. Gute Angaben gepaart mit durchschlagkräftigen Angriffen von Steffi Lehmann, Marlen Muschter und der späteren MVP Katharina Hinrichsen brachten den verdienten Ausgleich. Doch wieder schlich sich auf den letzten Metern der Fehlerteufel ein, der letztlich zum Verlust des Satzes führte. Ähnliches Szenario spielte sich im dritten Durchgang ab: Durch hohen Druck im Angriff und stabiler Block- und Abwehrarbeit führte Bad Soden 23:19 und der Satzgewinn und der damit einhergehende Punkt waren zum Greifen nah. Ärgerlicherweise begann das Nervenkostüm wieder zu flattern und der Vorsprung schmolz dahin. Der bereits gewonnen geglaubte Satz musste an die Erfurterinnen abgegeben werden. Die große Herausforderung des vierten Satzes war, diesen unnötigen Satzverlust abzuschütteln und die Kräfte und das Selbstvertrauen wieder zu mobilisieren und das schaffte die TG. Den Zuschauern bot sich ein sehr spannendes und ausgeglichenes Spiel. Beide Seiten kämpften, kratzten und retteten was das Zeug hielt. Absetzen konnte sich aber keins der Teams so recht. 23:23 und 24:24 zeigte die Punktetafel am Ende des Satzes an. Eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung beim Stand von 25:26 besiegelte schließlich die Bad Sodener Niederlage. Bei besagtem letzten Ballwechsel rettete Catalin Richter spektakulär eine vorher missglückte Abwehr und wuchtete sie knapp übers Netz, knickte dabei aber um und verletzte sich am Fuß.

Nach einem solchen Spiel blieb Bad Soden nur übrig, die Niederlage aus den Gliedern und dem Kopf zu schütteln und mit Selbstvertrauen in das zweite Treffen des Wochenendes gegen die Nachwuchsmannschaft aus Dresden zu gehen. Die Hoffnung, vollzählig einzulaufen wurde allerdings schnell begraben: Nach einem Aufwärmversuch musste Libera Catalin Richter leider nach der Verletzung vom Vortag passen. Somit spielte die TG Bad Soden ohne Libera und dies machte sich bei der Annahme bemerkbar. Die starken Angriffe der jungen Dresdnerinnen waren zu oft direkte Punkte. Hinzu kamen noch die Müdigkeit und die Enttäuschung vom Spiel des Vortags und bei den Gästen aus dem Taunus lief nicht mehr viel zusammen. Im ersten Satz hielt Bad Soden noch mit, musste sich aber mit 19:25 geschlagen geben. Die nächsten beiden Sätze gingen deutlich an den VCO Dresden mit 25:12 und 25:13. So musste Bad Soden die Heimreise mit leeren Händen antreten.

Am kommenden Sonntag wartet eine schwere Aufgabe auf die Mannschaft von Klaus Herman und Carlo Wiese: Nawaro Straubing, der aktuelle Spitzenreiter der 2.Liga ist zu Gast in Bad Soden. Nach einer guten Trainingswoche und wieder vollzählig und genesen will man den Gast so gut wie möglich ärgern.

TG Bad Soden: Alexandra Wassilko, Pauline Schultz, Sarah Thiele, Marlen Muschter, Katharina Hinrichsen, Catalin Richter, Franziska Buchweitz, Steffi Lehmann, Anneke Thiede, Katharina Kutschbach