Damen 1- schafft es nicht die sieglose Auswärtsserie zu brechen

Auch im vierten Anlauf möchte der erste Auswärtssieg weiterhin auf sich warten. Am 1. Advent unterliegen die Mädels der 2. Bundesligamannschaft einem selbstbewussten Gegner aus Dingolfing mit 1:3 (25:11; 14:25; 15:25; 16:25). Das große Auswärts-Aufatmen bleibt somit leider weiterhin verwehrt, dennoch kann man kleine erste Erfolge verbuchen und weiß, worauf man aufbauen kann. 

In gleicher Aufstellung zum Sieg über den SV Lohhof ein Wochenende zuvor startete die TG in den ersten Satz. Jenny Burda auf der Zuspielposition in Kombination mit Kapitänin Anna Kunstmann auf der Diagonalen, Anna Koptyeva sowie Angela Martin im Mittelblock, Franziska Koob und Jonna Lieb bilden den Außenangriff und Libera Line Pfeiffer rundete das Team auf dem Feld ab. Beide Mannschaften spielten ab Beginn ihre Rollen souverän und schafften es immer wieder den Gegner unter Druck zu setzen, wodurch sich keiner der beiden Mannschaften nennenswert absetzen konnte. Doch als Jonna Lieb bei einem Stand von 13:9 zum Aufschlag kam schien der Satz geritzt. Die überzeugende Aufschlagserie sollte später erst beim 21:9 enden. Gute Aufschläge in Kombination mit einer bemerkenswerten Block-Feld-Abwehr, cleverer Passverteilung und einem abgerundet guten Angriff ließen keinen Zweifel über den Satzgewinn in Durchgang eins. Verdient holten sich die Mädels also den ersten Satz mit 25:11. 

Wahrscheinlich selbst zu überrascht vom klaren Ergebnis im ersten Satz startete man mit der zuvor erfolgreichen Aufstellung in den zweiten Satz. Die Heimmannschaft hatte den Satzwechsel genutzt, um die Leistung direkt aus den Köpfen zu streichen und zu alten Stärken zurückzufinden. Besonders die Einwechselung von Franziska Liebschner auf der Libero-Position stärkte den Gegner ungemein und führte zu einem deutlich ruhigeren Spiel mit besserem Aufbau und hoher Geschwindigkeit auf Dingolfinger Seite. Zwar lief man gleich zu Beginn einem 1:5 Rückstand hinterher, doch konnte dieser schnell wieder aufgeholt werden. Bis zum 10:10 bildete sich dann ebenso wie zu Beginn von Satz eins ein Schlagabtausch auf Augenhöhe, der aber zu reißen schien. Denn plötzlich befand man sich in gleicher Situation wie der Gegner im Satz zu vor. Die TG musste eine Aufschlagserie von Dingolfings Annahme-Außenspielerin und Mannschaftsführerin Natascha Niemczyk kassieren und schaffte es ab dem 14:13 nicht mehr, nur einen einzigen Punkt zu machen. Alle davor einwandfreien Elemente wurden von einer selbstbewussten Heimmannschaft in Schach gehalten. Selbst der sonst so effektive Doppelwechsel auf Zuspiel- und Diagonalposition zeigte hier keine Wirkung. Somit musste man den zweiten Satz verdient mit 14:25 abgeben.

 


Im dritten Satz sollten Küken Nieke Stock im Mittelblock und Libera Monika Dolezajova frischen Wind ins Spiel bringen, was auch phasenweise zu glücken schien. Die Mannschaft schaffte es allerdings nicht, die alten Laster aus dem vergangenen Satz abzulegen und zu zeigen, was in den einzelnen Mädels steckt. Gebotene Chancen konnten zwar immer wieder mit Erfolg genutzt werden, doch war man vom Gegner und vielleicht auch von sich selbst etwas zu sehr unter Druck gesetzt. Zu unruhig und oft nicht mit genug Mut verlor man also auch Durchgang 3 mit 15:25, was die Satzführung für Dingolfing bedeutete. 

Der folgende Durchgang sollte nicht der letzte werden, immerhin wollte man seine daheim so ausgereiften Stärken auch endlich auswärts unter Beweis stellen. So setzt Coach Steffen Pfeiffer alles in die Waagschale. Um den Angriffsdruck zu erhöhen vertraute er auf Paula Gürsching welche erstmals auf der Diagonalposition aufspielen durfte und Angela Martin wechselte im Mittelblock zurück für Nieke Stock. Die Umstellung schien zu Beginn Früchte zu tragen, da man lange mit dem Gegner mithalten konnte. Doch wieder schlich sich ab Mitte des Satzes der Fehlerteufel auf Seiten von Bad Soden ein. Ein deutlich druckvolleres und schnelleres Spiel auf gegnerischer Seite machte den Sodener Mädels das Leben schwer und brachte eine Welle von Eigenfehler ins Spielgeschehen. Selbst ein krachender Block von Paula Gürsching gegen Natascha Niemczyk ließ den Gegner wohl eher unbeeindruckt, was dazu führte, dass direkt der nächste Matchball von keiner geringeren als Mannschaftskapitänin Niemczyk verwandelt wurde.  

MVP wurde unsere Libera Monika Dolezajova, die die Mannschaft besonders mit ihrer ruhigen Annahme stärkte.


In dem Sinne nochmal herzlichen Glückwunsch an den Gegner, welcher heute verdient drei volle Punkte verbuchen darf. 

Trotz einer erneuten Niederlage in auswärtiger Halle blicken die Mannschaft weiter positiv in die Zukunft. Die Leistung sei da, nur müsse man es schaffen, diese Leistung auch dann abzurufen, wenn sie benötigt wird.  

Nächster Gegner sind am Nikolas-Sonntag (06.12.2020 ab 16:00 Uhr) die Vorwärtsvolleys Sachsen Volleys Grimma. Ein Kandidat, der die vergangenen Jahre durchweg mit guter Leistung überzeugen konnte und um die vorderen Tabellenplätze mitspielte. Doch wir wollen uns in eigener Halle wieder auf unsere Stärken besinnen und dem vermeintlichen Favoriten das Leben schwer machen.