Damen 1 – Die TG Bad Soden erwartet Lohhof – Julia Osterloh bleibt optimistisch

In der 2. Bundesliga Süd empfängt die TG Bad Soden am kommenden Sonntag, 18. Dezember, den SV Lohhof.

Die bisherige Bilanz liest sich bescheiden: In zehn Partien gelang der Mannschaft von Trainer Stefan Bräuer lediglich ein Sieg. Mit vier Punkten und lediglich neun gewonnen Sätzen belegt die TG Bad Soden derzeit den letzten Platz und schwebt in akuter Abstiegsnot. Im letzten Spiel des Jahres soll gegen den SV Lohhof am Sonntag (16 Uhr, Otfried-Preußler-Halle) endlich der ersehnte erste Heimsieg eingefahren werden.

Ein entscheidender Faktor in diesem Spiel könnte die Rückkehr von Julia Osterloh sein. Aufgrund beruflicher Verpflichtungen und eines angekündigten Urlaubs verpasste die erfahrene Mittelblockerin die letzten drei Partien. Gegen Lohhof ist die 30-Jährige nun aber wieder an Bord. „Unsere Situation ist nicht komfortabel. Wir haben es uns besser erhofft. Wir wussten aber, dass es in der Hinrunde nicht einfach wird“, sagt Julia Osterloh. Ein neuer Trainer, viele neue – in der 2. Liga unerfahrene – Spielerinnen, Ausfälle von Leistungsträgerinnen führten dazu, dass sich die Mannschaft bislang nicht konstant spielen und deshalb auch noch nicht genügend Punkte einfahren konnte. Da diese Faktoren aber bekannt waren, ist der bisherige Verlauf nicht unbedingt verwunderlich. Den ein oder anderen Punkt mehr auf der Habenseite hätte man sich dennoch gewünscht. Die Situation in Bad Soden wird von allen Beteiligten aber realistisch eingeschätzt. Der Glaube an die Qualität der Mannschaft und auch an den Klassenverbleib ist trotzdem ungebrochen. In kompletter Besetzung möchten Osterloh und Co. nach der kurzen Winterpause voll angreifen. „Es war klar, dass wir Zeit brauchen. Ich bin optimistisch für die Rückrunde“, sagt Julia Osterloh.

Im Fokus steht zunächst aber noch das Heimspiel am Sonntag gegen Lohhof. „Es ist ein wichtiges Spiel, für den Kopf und natürlich auch für die Punkte.“ Julia Osterloh glaubt an ein Erfolgserlebnis für ihre Mannschaft – egal ob das nun ein Sieg oder ein Punktgewinn wäre. Im Hinspiel zogen die Bad Sodenerinnen zwar mit 0:3 den Kürzeren, doch in den ersten beiden Sätzen agierte die Mannschaft auf Augenhöhe und musste sich nur denkbar knapp geschlagen geben – ein Manko das sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison zeiht. Gerade mit der Rückkehr von Julia Osterloh soll sich das nun ändern. Mit ihrer langjährigen Erfahrung soll die Mittelblockerin die Mannschaft führen und auch in engen Situationen gegen Ende eines Satzes helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Mit einem Heimsieg gegen Lohhof könnte Bad Soden nicht nur den letzten Platz verlassen, sondern auch bis auf vier Punkte an den Gegner heranrücken. „Teilweise sind wir einfach noch zu lieb“, erklärt Osterloh. Sie sieht aber auch in dieser Hinsicht bereits Fortschritte. Das soll sich schon gegen Lohhof oder spätestens nach der Winterpause bemerkbar machen. Julia Osterloh bleibt weiterhin optimistisch: „Wir werden nicht aufhören zu kämpfen“. Mit einem Sieg gegen Lohhof würde die TG Bad Soden zumindest schon einmal mit einem guten Gefühl in die Pause gehen.