Jugend w – Südwestdeutscher Meister U18w TG Bad Soden

U18 Volleyballerinnen erreichen erneut die Deutschen Meisterschaften

Am Sonntag fand in Wiesbaden die U18 Südwestdeutsche Meisterschaft weiblich statt. Die Mädels von Coach Steffen Pfeiffer hatten sich als Vizehessenmeister Anfang Februar qualifiziert.

Mit 13 Spielerinnen fuhr das Team mit dem Ziel „Finale erreichen“ am frühen Morgen Richtung Landeshauptstadt. In der Vorrundengruppe traf das Team um Käpt`n und Jugendnationalspielerin Paula Gürsching auf die beiden Erstplatzierten aus dem Saarland (TV Lebach) und den TuS Heiligenstein aus Rheinland-Pfalz.

Das erste Spiel zwischen diesen beiden Teams endete mit einem 2:0 Erfolg für Saarlandmeister TV Lebach der dann auch der erste Sodener Gegner sein sollte. Von Beginn an zeigten sich die Sodener Youngsters hellwach und setzte Lebach unter Druck. Im Spielverlauf zeigte sich glücklicherweise die Überlegenheit, vor allem im 2. Satz, und so konnte der Coach beim 2:0 Erfolg munter durchwechseln. Im zweiten Spiel musste ein Satz gewonnen werden um das Minimalziel „kein Halbfinale gegen den Topfavoriten 1. VC Wiesbaden“ zu erreichen. TuS Heiligenstein, vor Jahresfrist ebenfalls Kontrahent bei der SDWM U16, hatte nicht den Hauch einer Chance. Der Sodener Coach konnte sich sogar den Luxus leisten im zweiten Satz eine komplette neue Sechs aufs Feld zu stellen. Der 2:0 Sieg war nie in Gefahr.

Als Tabellenerster hieß es im Halbfinale gegen den SC Mutterstadt (Vizemeister Rheinland-Pfalz) einspielen für das eventuelle große Finale gegen Wiesbaden. Das Halbfinale verlief aber gar nicht nach den Vorstellungen des Sodener Coaches. Nachdem der erste Satz mühselig mit 25:18 gewonnen wurde hatten die Kurstädterinnen im zweiten Satz immer mehr Probleme. Mit Glück und Geschick siegten wir am Ende 25:23, gewannen 2:0 und der erhoffte Finaleinzug war unter Dach und Fach.

Das Finale gegen den 1. VC Wiesbaden fand dann auf dem Großfeld vor den vielen mitgereisten Eltern und den 4 anderen Mannschaften statt. Unter den Augen von zwei Bundesligaspielerinnen des VC Wiesbaden begann dann der Kampf um den Einzug zur Deutschen Meisterschaft. Wiesbaden begann gewohnt souverän und ging mit 2:0 in Führung. Doch was die Sodenerinnen fortan zeigten war aller Ehren wert. Sie entwickelten einen Kampfgeist dem die Wiesbadenerinnen bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausgesetzt waren. Als die heiß gelaufenen Sodener Girls beim 17:17 ausglichen konnte man die Unsicherheit auf Wiesbadener Seite spüren. Als das unglaubliche eintraf: „Satzgewinn 25:17“ wuchs der Gedanke es tatsächlich zu schaffen, denn nur der Sieger dieser Partie hatte die Berechtigung an der Deutschen Meisterschaft vom 4.-6.5.2018 in Saarbrücken teilzunehmen. Soden war nun im Tunnel auch zu Beginn des Satzes behielten sie die Oberhand und erspielten sich über die Spielstände 8:4 bis zum 21:11 gegen gehemmte Wiesbadenerinnen in einen Rausch. Dann begann das große Zittern. Wiesbaden kämpfte sich Punkt für Punkt heran. Zwei Auszeiten und 2 Spielerwechsel zeigten keine Wirkung. Als Wiesbaden zum 22:22 ausgleichen konnte schien der Traum bereits in weite Ferne zu rücken. Franziska Koob war es die sich dann im Außenangriff gegen einen guten Doppelblock durchsetzen konnte und den 23. Sodener Punkt erzielte. Danach ging Franzi zum Aufschlag und die beste Spielerin des Turniers Paula Gürsching kam nach vorne ans Netz. Jetzt kann nichts mehr passieren dachte sich Coach Pfeiffer. Und wenig später war es dann tatsächlich soweit. Nach einem Aufschlag von Koob verbaggerte die Wiesbadener Annahmespielerin den Ball und der anschließende Jubel kannte keine Grenzen. Die Sensation war geschafft! Mit 2:0 hatten die Bad Sodener Mädels die haushohen Favoriten vom 1. VC Wiesbaden geschlagen. Die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft war unter Dach und Fach. Ein tolles Geburtstagsgeschenk für ihren Coach Pfeiffer, der einer der schönsten sportlichen Momente genießen durfte.

Für die TG Bad Soden spielten: Noemie Klein, Rebecca Füller, Mara Wehrheim, Sophia Burda, Tabea Hagel, Sima Batanova, Hristina Petkova, Dorotea Kovacevic, Paula Gürsching, Franziska Koob, Chantale Sarasan, Katharina Mayer, Luisa Leupacher