Damen 2 – TG Bad Soden vs. FTG Frankfurt 3:2 (-21, -25, +16, +13, +11)

Mission erfüllt!

Beim letzten Spiel der Saison hatte die zweite Volleyballmannschaft der TG Bad Soden in der Oberliga Hessen die FTG aus Frankfurt zu Gast. Nach Startschwierigkeiten erkämpften die Sodenerinnen sich einen knappen Sieg im letzten Spiel der Saison.

Die Gäste waren nur mit sechs Spielerinnen angereist und es war klar, dass sie auch mit einem Sieg den Abstieg nicht mehr verhindern konnten. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb starteten die Frankfurterinnen mutig und motiviert und bereiteten den Gastgeberinnen von Coach Steffen Pfeiffer viel mehr Probleme als erwartet. Mit einem Rückstand von 0:2 Sätzen starteten die Sodenerinnen eine Aufholjagd, um ihrem Publikum beim letzten Heimspiel doch noch einen Sieg zu bereiten. Mit Erfolg: In den folgenden drei Sätzen zeigten die TG-Spielerinnen, warum sie Platz 6 in der Abschlusstabelle, und damit den Klassenerhalt verdient hatten und feierten den hart erkämpften Sieg im Anschluss gebührend.

„Himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt“:

Eine Saison wie eine Berg- und Talfahrt Das Team schaut auf eine bewegte Saison zurück. Die Riege der älteren Spielerinnen der letzten Jahre hatte sich vor der Saison fast komplett zurückgezogen. Jetzt war es an den Nachwuchskräften, in der Oberliga Fuß zu fassen und die Verantwortung zu übernehmen. Eng wurde es im Verlauf der Saison immer wieder auf der Zuspielposition, nachdem Kerstin Dudichum-Kiene nach einer Knieverletzung nicht mehr zur Verfügung stand. Bei einigen Spielen half Pauline Schultz als Jugendspielerin mit Doppelspielrecht aus dem Bundesligateam der TG aus, Allrounderin Joana Horn wechselte munter vom Außenangriff auf die Diagonalposition, schlüpfte erfolgreich in die Rolle der Libera und bewährte sich letztlich aus der Not geboren im Zuspiel.

Das sagt der Coach: „Bei Neuzugang Joana war schnell klar, dass sie eine Verstärkung sein wird. Leider musste ich sie auf allen Positionen – außer Mittelblock – einsetzen. Dennoch hinterließ sie auf allen Positionen einen sehr guten Eindruck.“

Unterstützt wurde sie dabei von Barbara Hermanowski, die als TG-Urgestein versuchte, dem Team insbesondere auch in Sachen Motivation zur Seite zu stehen.

Das sagt der Coach: „Babs ist die Mama in der Sodener „Wilden 13“ und wollte eigentlich nur als Trainingsgast bzw. Notnagel zur Verfügung stehen. Nachdem keine Zuspielerin gefunden wurde, stellte sie sich in den Dienst der Mannschaft und machte ihren Job super.“

Willkommen im Mittelblockerkarussel DSC03937

Im Mittelblock vertraute Coach Pfeiffer auf Jaqueline Garski, die nicht nur im Angriff, sondern auch in der Feldabwehr und als Stimmungsmotor eine wichtige Rolle spielte.

 

Das sagt der Coach: „Sie wird von Woche zu Woche besser. Dabei hilft ihr, dass sie es geschafft hat, ein bisschen überflüssiges Gewicht zu verlieren. Sie ist eine Powerfrau, die allerdings noch lernen muss, dass es nicht nur „supergut“ und „ziemlich schlecht“ gibt. Definitiv eine Perspektivspielerin für die D1!“

Den zweiten festen Posten auf der Mitte besetzte Ada Braun, die allerdings aus gesundheitlichen Gründen leider nicht immer zur Verfügung stand, aber in vielen Matches vor allem in entscheidenden Phasen des Spiels die wichtigen Akzente setzte.

Das sagt der Coach: „Ada hat sich als Persönlichkeit weiterentwickelt. Wegen verschiedener Gründe konnte sie leider nicht so häufig trainieren, so dass bei ihr die Weiterentwicklung nicht so deutlich ausfällt wie bei einigen anderen Spielerinnen. Dennoch hat sie großes Talent. Wir drücken ihr die Daumen, dass sie in der kommenden Saison regelmäßiger trainieren kann und ich bin sicher, dass sie dann den Durchbruch schafft. Vom Talent her ist sie auf jeden Fall eine Perspektivspielerin für die D1, wenn sie es schafft, mehr aus sich heraus zu kommen.“

Als Gast in der Oberliga etablierte sich dafür Paula Gehrling aus dem Kreis der vierten Damenmannschaft als feste Aushilfe im Team und überzeugte mit viel Einsatz und Spielfreude.

Das sagt der Coach: „Paula ist neben Marie die zweite Spielerin aus der D4, die sich in die D2 gespielt hat. Sie hat einige gute Spiele in der Oberliga gemacht und muss meiner Ansicht nach definitiv in der kommenden Saison in die Oberliga hochgezogen werden.“

Auch Mannschaftsführerin Anna Kunstmann stellte sich bei einigen Spielen als Ersatz im Mittelblock zur Verfügung und meisterte die Aufgabe bestens. Nach einer Verletzungspause vor Weihnachten kämpfte sie sich wieder schnell ins Team zurück und fühlt sich auf der Diagonalposition mittlerweile so richtig Zuhause.

Das sagt der Coach: Anna war die erste Spielerin im Team, die in dieser Saison in den Kader der Damen1 berufen wurde und auch zum Einsatz kam. Sie hat eine Top-Trainingseinstellung, was Garant dafür war, dass sie sich innerhalb dieser Saison klasse entwickelt hat. Ob auf Diagonal oder Mitte, das ist schon allererste Sahne!“

Dichtes Gedränge auf den Außenpositonen DSC03913

Mit Eva Höll, Biljana Aleksic, Vera Schmidt-Narischkin und Selina Hierling drängten sich zeitweise gleich vier starke Kräfte auf der Außenposition. So entschied bei der Startaufstellung oft die Tagesform – wenn denn mal alle Spielerinnen zur Verfügung standen.

Das sagt der Coach: Im Angriff ist Vera mittlerweile unverzichtbar für die Mannschaft. Hat es wie Anna als Nachwuchskraft in den Kader der D1 geschafft. Allerdings muss sie in Zukunft hart an sich arbeiten, um vor allem im Aufschlagspiel, Annahme und Feldabwehr eine Perspektivspielerin für die D1 zu sein. Das Zeug dazu hat sie!“

Die vier Stammkräfe auf der Außenposition sind vor allem im Angriff bisweilen eine Macht, gefürchten sind die bestens platzierten Lobbs von Vera Schmidt-Narischkin, die klugen Diagonalschläge und gefährlichen Aufschläge von Biljana Aleksic sowie der schnelle Armzug von Neuling Eva Höll.

Das sagt der Coach: Aus der Bezirksoberliga aus Kriftel gekommen, hat sich Eva innerhalb der Saison deutlich gesteigert. Mit einigen sehr guten Einsätzen, kann sie insgesamt zufrieden mit der abgelaufenen Spielzeit sein. Sie muss allerdings noch lernen, auf dem Feld präsenter zu werden. Ansonsten war ich insgesamt mit ihr sehr zufrieden und denke, sie hat alle Möglichkeiten.“

Das sagt der Coach: Da Biljana auf zwei Hochzeiten (Zweitspielrecht für TSG Bischofsheim und TG Bad Soden) sowie seit kurzem auf einer dritten (Arbeit) tanzt, merkt man der talentierten Außenangreiferin an, dass sie gegenüber den anderen Spielerinnen an Boden verloren hat. Ich hoffe, dass sie sich für die kommende Saison nur noch für einen Verein – am liebsten natürlich die TG Bad Soden – entscheidet. Das ist sehr wichtig für sie, denn im Moment gehört sie nur halb zur Mannschaft. Sie muss sich nun entscheiden. Sie hat auf jeden Fall das Potential für mehr! Ein bisschen hier und ein bisschen da wird nicht mehr funktionieren auf diesem Leistungsniveau.“

Einen festen Platz im Team erkämpft hat sich zu Recht Selina Hierling, die dem Team nicht nur mit ihren platzierten Schlägen, sondern auch mit einer stabilen Annahme und Abwehr eine gute Stütze war.

Das sagt der Coach: „Selina hat eine grandiose Saison gespielt. Sie hat Top-Werte im Aufschlag und ist mittlerweile eine Bank in Sachen Annahme und hat sich über die Saison als Stammspielerin etabliert. Mit zusätzlichem Krafttraining können wir da noch viel erwarten in der kommenden Spielzeit!“

Als Libera zu Beginn des Jahres ins Team gekommen war Aileen Hafer, die im Wechselkarussel der Positionen im Laufe der Saison ihren Platz auf der Diagonalen fand.

Das sagt der Coach: „Ursprünglich hatte ich mit der Liberoposition für Aileen geplant. Doch während der Vorrunde zeichnete sich ab, dass sie diese Position nicht ganz so ausfüllen würde, wie ich mir das vorgestellt hatte. Den Wechsel auf die Diagonale hat sie aber sehr gut gemeistert und war ab der Rückrunde eine sehr wertvolle Spielerin auf dieser Position. Auch als Spielerpersönlichkeit ist sie gewachsen.“

Ebenfalls als feste Aushilfe aus dem Team der Damen 4 stieß zudem noch Küken Marie Bäzner dazu, die sich vor allem zum Ende der Saison über viele Einsätze freuen durfte.

Das sagt der Coach: „Marie ist für mich so etwas wie die Spielerin des Jahres. Die Entwicklung von Marie ist wirklich sehr gut. Sie hat sich mittlerweile auf der Diagonalposition etabliert und wird sicherlich in der kommenden Saison mehr als eine Alternative sein!“

DSC03916Nur selten aus dem vollen Schöpfen

Obwohl sich das Team im Laufe der Saison immer weiterentwickelte, kam es aufgrund von Verletzungen, Krankheit, Arbeit, Urlaub oder dem anstehenden Abitur vor allem gegen Ende der Saison oft zu personellen Engpässen. An kaum einem Spieltag stand dem Trainer der komplette Kader zur Verfügung. Daher war es besonders wichtig, dass der Klassenerhalt schon relativ früh gesichert werden konnte. „Neben den verletzungs- und schulbedingten Ausfällen mussten wir bei einigen Spielen zudem zusätzlich Spielerinnen als Ergänzung für unser Team Damen 1 in der 2. Bundesliga zur Verfügung stellen“, berichtet der Coach mit einem weinenden und einem lachende Auge. Denn: Klar, dass die erste Mannschaft da vorgeht und der Einsatz der jungen Wilden ist schließlich auch ein toller Erfolg und Beweis für die gute Jugendarbeit des Vereins. Mit Vera Schmidt-Narischkin, Anna Kunstmann, Ada Braun und Jaqueline Garski standen gleich vier Jugendspielerinnen teilweise im Aufgebot des TG-2.Liga-Teams!

Und das sagt die „Team-Mama“: „Die Saison hat trotz aller Anstrengungen richtig viel Spaß gemacht und zu sehen, wie schnell sich unsere Jugendlichen weiterentwickeln, war super. Das Handwerkszeug haben sie jetzt. Jetzt gilt es noch, als Spielerpersönlichkeiten zu wachsen – und das tut man an Siegen genauso wie an Niederlagen! Und auch der Coach hat sich in der Saison weiterentwickelt: Vom bisweilen angesäuerten Wasserkasten-Werfer zur Ruhe selbst… Er hat alle Siege mit uns gefeiert und alle Niederlagen mit uns getragen. Wir sagen. Dankeschön, Stups, für eine tolle Saison!“

Der Generationswechsel ist perfekt!

„Jetzt ist der Generationenwechsel im Oberliga-Team der TG Bad Soden erfolgreich vollzogen und die Mannschaft kann auch im nächsten Jahr wieder in Hessens höchster Liga an den Start gehen“, freut sich auch Aushilfe Barbara Hermanowski, die nun hofft, die aktive Karriere in oder Oberliga jetzt endlich an den Nagel hängen zu können…